Die Sollenauer Marktrichter von 1683-1850

Sollenauer Hausgeschichten, erstmalig erschienen in Nachrichten der Markgemeinde Sollenau, Ausg. No. 1 u. 2/2021 Mag. Jürgen Scheibenreif und Christian Gruber sen.

Seit dem Mittelalter bis zum Jahre 1850 wurden Gemeinden von einem „Richter“ angeführt, der entweder Dorfrichter oder, in Marktgemeinden, Marktrichter genannt wurde. Nachdem Sollenau mit Ersterwähnung 1304 als Markt bezeichnet wurde und diese Markterhebung zuvor im Laufe des vorhergehenden 13. Jahrhunderts erfolgt sein muss, war in Sollenau ein Marktrichter tätig. Leider sind uns die Namen der Marktrichter früherer Zeiten weitgehend unbekannt, da das Archiv der Herrschaft Schönau als verschollen gilt, wofür oftmals ein Blitzschlag bzw. Brand in der Burg bzw. im Schloss Schönau vom 07.04.1726 ins Treffen geführt wird. Nachdem aber bereits in mehreren Quellen ersichtlich ist, dass nach diesem Ereignis heute nicht mehr erhaltene Dokumente noch erhalten waren, kann das oa. Ereignis offensichtlich nicht als Generalereignis für das Fehlen der Herrschaftlich Schönauer Dokumente angesehen werden. Lediglich ein früher Marktrichter Sollenaus aus dem Jahre 1641, Daniel Jäger, ist gemäß Dr. Goll (Geschichte Sollenau, 1908) bekannt.

Der Sollenauer Marktrichter tritt nachweislich erstmals mit einer der berühmtesten und ältesten Rechtsüberlieferungen aus dem Mittelalter, dem Sollenauer Banntaiding aus dem Jahre 1412, auf. Der Marktrichter wurde von den stimmberechtigten Personen der Gemeinde, den bäuerlichen Hausbesitzern, genannt Mitnachbarn, gewählt. Inwohner (Bewohner in Zinszimmern) waren nicht wahlberechtigt. Die Wahl musste daraufhin von der jeweiligen Ortsobrigkeit (Herrschaft) bestätigt werden, wofür in Niederösterreich oftmals sogenannte Marktrichterstäbe bzw. -zepter, als Zeichen der verliehenen Macht, an den Richter übergeben wurden. Dem Richter zur Seite standen sogenannte Vierer, welche bis ins 17. Jahrhundert noch so bezeichnet, später aber Gerichtsgeschworene genannt wurden. Richter und Vierer (Geschworene) waren zur Zeichnung bzw. Bekräftigung von Akten mit Siegelringen ausgestattet, welche mit den Initialen der Personen und einem Symbol für den Beruf bzw. Stand versehen waren.

Der Sollenauer Marktrichter war gemäß Sollenauer Banntaiding fast allmächtig. Lediglich jene Fälle, bei denen als Bestrafung die Todesstrafe drohte (Diebstahl, Mord) wurden an das überregionale Landgericht überstellt. Gemäß Sollenauer Banntaiding 1412 war dies die Herrschaft Traiskirchen. Nachdem das Landgericht von Traiskirchen in die Herrschaft Rauhenstein verlegt worden war, hat die Herrschaft Schönau offensichtlich das Landgericht für Günselsdorf, Schönau und Sollenau erhalten, wie in einem Gegenanschlag der Herrschaft Schönau aus dem Jahre 1630 bezeugt.

Einem Marktrichter mussten daher, um von der Bevölkerung in direkter Abstimmung mehrheitlich gewählt zu werden, gleichsam generalistische Fähigkeiten innewohnen, die gepaart mit der unpolitischen Natur des Amtes sicher bemerkenswerte Personen im Amt zur Folge hatte: Grundsätzlich waren Tatkräftigkeit und Durchsetzungsvermögen gefragt, musste doch, wie aus Überlieferungen von umliegenden Gemeinden bekannt, selbst Hand angelegt und uneinsichtigen Personen tatkräftig der rechte Weg gezeigt werden. Dazu war im Banntaiding 1412 auch als Korrelat normiert, dass dem Richter unbedingt von jedermann bei

sonstiger Bestrafung Hilfe zu leisten war. Für die Rechtsprechung war ein gesundes Rechtsempfinden naturgemäß Voraussetzung. Als Schnittstelle zur Herrschaft musste er Gewandtheit und Standfestigkeit aufweisen. Dazu musste die Person noch finanziell befähigt und völlig untadelig sein, galt es doch, die Verwaltung der anvertrauten Gemeindefinanzen zu übernehmen, die Renovation der von den Grundherrschaften bezogenen Gemeindegrundstücke (Gemeindeacker) in meist 10-Jährigen-Intervallen, sowie die Finanzierung eines Halterhauses und eines Gemeindehalters, der das Vieh auf den Sollenauer Gemeindeweiden und auf den Weiderechtsgründen südlich der Piesting („Goldene Heide“) hütete. Halterhaus und Gemeindehalter waren bis nach dem 2. Weltkrieg in Sollenau noch vorhanden (letzter Gemeindehalter: Franz Lechner), denn in Sollenau „genoss“ jeder Viertel-, Halb- und Ganzlehner „die Weide“.

Nachdem auch 2 Häuser in Hölles (durch später offensichtlich erfolgte Teilung: 3 Häuser) zum Sollenauer „Burgfried“ (und somit zur Herrschaft Schönau) gehörten, war der Sollenauer Marktrichter auch für die 2 bzw. 3 Häuser in Hölles zuständig. Es waren dies die Hausnummern 2, 3 und 4 (heutige Hausnummern 7, 9 und 11).

In den 1780er-Jahren wurde die Stellung der Dorf- und Marktrichter durch die Josephinischen Reformen insofern eingeschränkt, als diese keine rechtsprechenden Befugnisse mehr eingeantwortet hatten, sondern ab diesem Zeitpunkt ihnen nur mehr organisatorisch und wirtschaftlich die Führung oblag. Bis zur Wahl des 1. Bürgermeisters am 29.07.1850 im Tanzsaal des Gasthofes Schwarzer Adler war der Marktrichter somit das Vorgängeramt vom heutigen Bürgermeisteramt und die Aufgaben des ersteren wurden ab 1850 vom Bürgermeister versehen. Nachfolgend angeführt sollen die Marktrichter in der vermutlich weitgehend lückenlos bekannten Reihe (Jahre 1683-1850) dargestellt werden:

1. Peter Neubauer (1683-1685):

Peter Neubauer war im Haus an der Sollenauer Maut Nr. 20 (heute Wiener Neustädter Str. 16, genannt „Pöltl-Haus“) als Mitnachbar ansässig. Gemäß den Leobersdorfer Kirchenbüchern (Nennungen vom 12.12.1665 und 20.09.1668) war er mit Maria verheiratet und beruflich Mautner in Sollenau. Am 22.09.1676 heiratete Peter Neubauer als Witwer in Leobersdorf seine 2. Ehegattin Apollonia Kurtzentag (aus Leobersdorf), welche am 28.01.1684 verstarb. Er tritt anlässlich einer Trauung am 21.11.1683 in Leobersdorf erstmals als Marktrichter auf. In weiterer Folge tritt er bei der Trauung mit seiner 3. Ehegattin Maria Ruhm (aus Wöllersdorf) am 20.06.1684, sowie als Trauzeuge bei der Heirat von Philipp Posch am 22.10.1684, jeweils in Leobersdorf, als Marktrichter auf. Es folgte eine weitere Nennung als Marktrichter am 10.08.1685 bei einer vom Leobersdorfer Pfarrer gehaltenen Trauung in Sollenau. Am 05.12.1685 ist Peter Neubauer verstorben und am alten Sollenauer Friedhof beigesetzt worden. Der Hof wurde gem. Gewährbuch der H. Enzesfeld 1701 (Sollenauer Wald-Grundstücke) von seinem Sohn Mathias Neubauer und dessen Ehegattin Christina übernommen.

2. Urban Eder (1686):
Urban Eder tritt am 24.02.1686, offensichtlich in direkter Nachfolge von Peter Neubauer, als

Marktrichter von Sollenau anlässlich einer Trauung in Leobersdorf auf. 3

3. Michael Supper (1696):

Michael Supper tritt bereits am 10.08.1685 bei einer Trauung in Sollenau als Gerichtsgeschworener („Vierer“) auf, weiters am 18.11.1685, sowie am 24.02.1686 (jeweils als Gerichtsgeschworener in Leobersdorf). Aus der Chronik der Pfarre Sollenau ist überliefert, dass er als Marktrichter im Jahre 1696 einen, der heute nicht mehr vorhandenen, ursprünglichen 7 Altäre, nämlich den Hl. Antonius von Padua-Altar gestiftet hat, welcher sich einige Meter vor dem heutigen Taufbecken an der Außenmauer der Kirche befunden hat. Beruflich war er der Mautner der Sollenauer Maut. Anlässlich der Trauung seines Sohnes Mathias, ebenso wie der Vater später Mautner der Sollenauer Maut, am 11.07.1702 in Deutsch Brodersdorf, wird er bereits als verstorbener Marktrichter und Mauteinnehmer bezeichnet. Seine Ehefrau Barbara und Mutter von Mathias war an diesem Anlass noch am Leben.

4. Philipp Posch (1702):

Die Familie Posch war als Mitnachbarn im Hause Sollenau Nr. 3 (genannt „Spitzer-Haus“, Kindergartengasse 1, zuletzt Pizzeria Eidler) wohnhaft. Philipp Posch erscheint am 22.10.1684 erstmals bei seiner vermutlich 2. Trauung als Witwer mit seiner neuen Ehegattin Elisabeth Reitter in Leobersdorf als Gerichtsgeschworener, weiters bei einer Trauung in Leobersdorf am 18.11.1685. Im Jahre 1702 erscheint er, vermutlich in Nachfolge von Michael Supper, als Marktrichter von Sollenau lt. Dr. Goll (Geschichte Sollenau, 1908) gesichert. Philipp Posch ist am 19.06.1713 verstorben und am alten Sollenauer Friedhof beigesetzt worden.

5. Mathias Haiden (1708):

Mathias Haiden wurde am 10.09.1659 in Matzendorf als Sohn von Simon (Beruf: Textor=Weber, später Gerichtsgeschworener in Matzendorf) und der Maria geboren. Er erlernte den Beruf seines Vaters und heiratete am 23.05.1684 in Leobersdorf Magdalena Romeder aus Sollenau. Mathias Haiden ist als Marktrichter beim Tod seines Sohnes Joseph (09.03.1708), sowie als Taufpate am 20.04.1708 überliefert. Er ist offensichtlich 1709 aus Sollenau mit unbekanntem Ziel verzogen.

6. Mathias Freyndorffer (1709-1719):

Mathias Freyndorffer erscheint von der 1. Nennung am 11.06.1709 bei einer Taufe in Sollenau bis zu seinem Tode im Jahre 1719 als Marktrichter in Sollenau gesichert (ua. mit Nennung 02.09.1712, 30.04.1713, 18.07.1714, 05.05.1719). Wohnhaft war er zuletzt als Mitnachbar im Hause Sollenau Nr. 17 (heute Hauptplatz 12, vorm. Kaufhaus Koisser und Hauptplatz 13, Goldenes Dachl). Verheiratet war Mathias in vermutlich 1. Ehe mit Maria, welche am 24.03.1718 verstarb und am alten Sollenauer Friedhof beigesetzt wurde. Als Marktrichter wiederverheiratete er sich, in vermutlich 2. Ehe, am 31.07.1718 in Leobersdorf mit Elisabeth Höffer, welche ihm 2 Kinder schenkte (Anna Catharina *05.05.1719, Eva Elisabeth). Er ist am 19.12.1719 verstorben und am alten Sollenauer Friedhof beigesetzt worden. Seine Tochter Eva Elisabeth wurde erst kurz nach seinem Ableben am 08.04.1720 geboren.

7. Veit Beer (1725):

Veit Beer ist am 10.04.1725 beim Ableben seiner vermutlich 1. Ehefrau Barbara als Marktrichter in Sollenau gesichert. Gem. Gewährbuch der Herrschaft Enzesfeld 1701 über die Sollenauer Wald-Grundstücke war er als Mitnachbar in Sollenau Nr. 15 (heute Fleischhauer Steiner- Bernscherer, Hauptplatz 15) wohnhaft. Am 25.11.1727 wiederverehelichte sich der Witwer mit der aus Siegersdorf stammenden Maria Summer. Veit Beer ist am 17.12.1730 verstorben und am alten Sollenauer Friedhof beigesetzt worden.

8. Peter Lang (1730-1734):

Peter Lang war im Ganzlehen-Bauernhaus Sollenau Nr. 2 (vorm. Gasthaus Bürger, danach Gasthaus Schaller) ansässig. Er war in 1. Ehe mit Magdalena („Helena“) verheiratet, welche am 15.05.1716 starb. In 2. Ehe war er mit Agnes verheiratet, welche am 10.10.1723 verstarb. Agnes schenkte ihm weitere 2 Kinder (16.02.1719: Mathias, 19.01.1723: Agnes). In 3. Ehe ehelichte er Catharina Öberl am 03.03.1726 in Sollenau. Aus dieser Ehe stammen 6 Kinder (Maria Elisabetha *19.02.1727, Anna Maria *13.04.1729, Eleonora *19.02.1731, Johann *07.06.1733, Catharina *17.10.1735 und Anton *20.05.1738). Seine Nennungen als Marktrichter datieren vom 05.02.1730 und 09.02.1734, jeweils bei Trauungen in Sollenau. Danach diente er weiterhin als Gerichtsgeschworener unter seinem Nachfolger. Peter Lang verstarb am 17.03.1740 und wurde am alten Sollenauer Friedhof beigesetzt.

9. Johann Schmucker (1735-1764):

Mit Johann Georg Schmucker betrat 1725 der vermutlich längstdienende Marktrichter die geschichtliche Bühne Sollenaus. Lt. Auskünften des Erzbischöflichen Archivs Bamberg, freundliche Mitteilung vom 03.07.2020, wurde Johann Schmucker am 11.03.1699 in Auerbach bei Bamberg als Sohn des Georg Schmucker, vietor (= Binder) und der Maria Margaretha geboren. Sein Taufpate, von welchem er seinen Vornamen erhielt, war Herr Hanns Wisenth, lanio (=Fleischhauer). Johann Schmucker war danach offensichtlich in Schönau ansässig, denn anlässlich seiner Trauung wurde er als Hofbinder in Schönau bezeichnet. Er heiratete am 30.04.1724 in Sollenau die Witwe des Bindermeisters und vormaligen Bestandswirten am Schwarzen Adler, Herrn Caspar Maslobski, nämlich Catharina Kellendorfer und war seitdem, wie sein Vater, als Binder im Hause Sollenau Nr. 12 (ab 1821: Sollenau Nr. 11, heute Pachergasse 2) ansässig. Die Ehe blieb kinderlos. Seine Zeit als Marktrichter währte bis 1764, somit rund 29 Jahre. Johann Schmucker verstarb am 24.04.1768 und wurde am alten Sollenauer Friedhof beigesetzt.

Abbildung 1: Das Haus des Marktrichters Johann Georg Schmucker (1724-1764), infolge Erheiratung mit der Witwe nach Caspar Maslobski (Sollenau Nr. 12, ab 1820: Sollenau Nr. 11, heute Pachergasse 2). Die nachfolgenden Familien waren Martin Buchgraber u. Anna Maria (1765-1787), Michael Zottl u. Maria Anna (1787-1798), danach mit seiner 2. Ehefrau Theresia (1798-1813) und anschließend die Witwe alleine (1813), infolge Wiederverheiratung dann Theresia mit Caspar Lang (1813-1820), danach die Witwe allein (1820) und seit 1820 die heutige Eigentümer-Familie, welche aus einem der 3 „Sollenauer-Häuser“ in Hölles (Nr. 3, heute Nr. 9) stammt

10. Joseph Rupsch (1764-1778 und 1783-1794):

Joseph Wenceslaus Rupsch wurde am 05.02.1732 in Klein-Mariazell (Mariazell in Österreich) als Sohn des Johann Wenceslaus Rupsch, Marktrichters und bürgerlichen Fleischhackers in Altenmarkt (später Wirth in Hainfeld) und seiner Ehefrau Maria Clara geboren. Er heiratete am 23.04.1759 Barbara, die Witwe des Käsmachers Joseph Kindig aus Kaumberg und war im Hause Sollenau Nr. 15 (heute Fleischerei Steiner-Bernscherer, Hauptplatz 15) als Fleischhauer ansässig. Aus seiner Ehe resultieren 5 Kinder (Maria Elisabetha *12.05.1760, Maria Regina *04.09.1762, Franz Xaver *09.01.1765, Mathias *21.02.1767 und Cäcilia *18.11.1770). Joseph Rupsch starb am 14.02.1811 und wurde am alten Sollenauer Friedhof beigesetzt. Seine Amtszeit als Marktrichter begann in direkter Abfolge nach Johann Schmucker im Jahre 1764 und währte in einer 1. Amtszeit bis zum Jahre 1778. Von 1778 bis mindestens 1781 fungierte sein vormaliger Gerichtsgeschworener Ignaz Frisch als Marktrichter. Ab 18.02.1783 bis 22.02.1794 ist Joseph Rupsch wieder als Marktrichter gesichert. Seine beiden Amtszeiten währten somit mindestens 25 Jahre. Dr. Goll (Geschichte Sollenau, 1908) gibt eine weitere Nennung aus dem Jahre 1802.

Abbildung 2: Ringsiegel des Joseph Rupsch mit den Initialen J. R. und einem springenden Hirsch, symbolisch für seinen Stand als Fleischhauer, im Jahre 1787, anlässlich der Josephinischen Fassion der Sollenauer Grundstücke und der Sollenauer Grenzbeschreibung.

11. Ignaz Frisch (1778-1781):

Ignaz Frisch wurde am 07.06.1736 als Johann Ignatius Frisch in Sollenau geboren. Er war das einzige Kind von Ferdinand Frisch und seiner Gemahlin Barbara, geb. Neukircher. Er zählte zu den Gerichtsgeschworenen des Marktrichters Joseph Rupsch. 1778 übernahm er gesichert das Marktrichteramt und behielt es zumindest bis 1781 (Nennung bei einer Trauung am 06.05.1781 in Lichtenwörth). Ab 1783 ist dann wieder Joseph Rupsch als Marktrichter gesichert. Er war zuerst als Incola (Inwohner), ab 1766 aber als Hausbesitzer im Hause Sollenau Nr. 30 (ab 1815: Sollenau Nr. 31), später genannt „Lauermann-Haus“, Bahngasse 3 ansässig. Er heiratete am 03.06.1753 in Sollenau Theresia Thurnhofer aus Hölles. Aus der Ehe resultieren 9 Kinder (Johann, Ignaz I, Catharina, Theresia, Ignaz II, Christina, Juliana, Isaias [nach Taufe verstorben] und Simon). Ignaz Frisch ist am 17.11.1801 verstorben und am alten Sollenauer Friedhof beigesetzt. Aus der Verheiratung seiner Tochter Juliana am 29.01.1788 mit dem aus Theresienfeld stammenden Joseph Lauermann (geb. 05.10.1766 in St. Veit/Triesting) wurde aus diesem „Frisch-Haus“ das „Lauermann-Haus“ begründet, welches in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts abgerissen wurde und eine heutige Baulücke hinterließ.

12. Franz Menhart (1800-1815):

Franz Menhart war unbekannter Herkunft und zog gem. Grundbuch der Herrschaft Schönau (fol. 50) im Jahre 1797 mit seiner Ehefrau Barbara nach Sollenau. Er war beruflich Händler und demnach im Haus der Sollenauer Händler, Sollenau Nr. 52 (ab 1815/1820: Sollenau Nr. 54, ab 1829: Sollenau Nr. 55), heute Wiener Straße 11 ansässig. Seine Ehefrau Barbara starb am 08.03.1815 und wurde am alten Sollenauer Friedhof begraben. Am 22.06.1815 wiederverheiratete sich Franz Menhart in Sollenau mit der wohlhabenden, aus Wiener Neustadt Nr. 47 stammenden Witwe des Knopffabrikanten Andreas Schneeberger, Frau Theresia Schneeberger. Seine Marktrichterzeit erscheint vermutlich durchgehend von einer Trauung am 04.02.1800 bis zu seiner Trauung 1815 gesichert und währte somit mindestens 15 Jahre. Er verzog zu seiner Ehefrau nach Wiener Neustadt, wo er ein großbürgerliches Leben verbrachte. In Wiener Neustadt diente er noch jahrelang als Stadtkämmerer (heute Finanzstadtrat). Herr Franz Menhart ist 77-jährig am 18.12.1846 verstorben und am alten Wiener Neustädter Friedhof St. Ulrich beigesetzt worden.

Abbildung 3: Das Haus Sollenau Nr. 52, ab 1815/1820: Sollenau Nr. 54, ab 1829: Sollenau Nr. 55, heute: Wiener Straße 11 und Haus des Marktrichters Franz Menhart. Hier waren die Händler und Greißler ansässig: Der aus Como bei Mailand stammende Antonio Polotino u. Christina (1748-1755), die Witwe allein (1755-1756), der Schneider Georg Kienzl mit der Witwe n. Antonio Polotino (1756-1762), Simon Kienzl u. Rosina (1762-1783), Ignaz Pürklhuber u. Susanna (1783-1797), Franz Menhart u. Barbara (1797-1815), Franz Menhart allein (1815-1817), Johann Frauendorfer – der Besitzer der neuen Mühle in Felixdorf – u. Anna (1817-1830), Georg Sendner (1830-1838), Johann Gebhart u. Aloisia (1838-1843), der 3. Bürgermeister von Sollenau 1863-1865 Josef Resler (1843-1845), sowie dieser mit Ehegattin Anna (1845-1877), ab 1877 Fam. Frauendorfer.

13. Leonhard Legl (1816-1818):

Herr Leonhard Legl übernahm offensichtlich in direkter Abfolge nach Abgang von Franz Menhart das Amt des Marktrichters. Herr Leonhard Legl wurde am 24.10.1774 als Johann Leonhard in Atzgersdorf bei Wien als Sohn des Schmiedemeisters Franz Legl und seiner Ehefrau Barbara geboren. Er heiratete am 06.11.1798 in Pottendorf die Witwe des Sollenauer Hufschmiedemeisters Anton Pankel, Regina geb. Leist aus Achau. Franz Legl war als Schmiedemeister zuerst in Schönau ansässig und wechselte dann nach Sollenau, Haus Nr. 47 (ab 1815/1820: Haus Nr. 49, ab 1829: Haus Nr. 50), heute Raiffeisenbank, Hauptplatz 4, wo sich jahrhundertelang die Schmiede der Marktgemeinde Sollenau befand. Seine ersten 3 Kinder kamen noch in Schönau zur Welt: Anton *21.08.1799, Leonhard jun. *28.10.1801 und Maria Theresia *20.07.1804. Denen folgten zwei weitere Kinder in Sollenau: Anna Katharina *23.03.1806 und Maria Anna *25.05.1808. Er war bis zu seinem frühen Ableben am 10.04.1818 als Nachfolger von Franz Menhart Marktrichter. Nennungen als Marktrichter bestehen anlässlich einer Trauung in Matzendorf am 14.05.1816, sowie am 21.09.1817 bei einer Trauung, anlässlich einer Taufe am 15.12.1817 und bei seinem Tod, jeweils in Sollenau. Er wurde am alten Sollenauer Friedhof beigesetzt.

Abbildung 4: Die alte Sollenauer Hufschmiede am Standort Sollenau Nr. 47 (ab 1815/1820: Sollenau Nr. 49, ab 1829/30: Sollenau Nr. 50), heute Raiffeisenbank, Hauptplatz 4 und Haus des Marktrichters Leonhard Legl. Bis zur Errichtung der Raiffeisenbank war hier die letzte Sollenauer Hufschmied- Familie (Fam. Vogt) ansässig. Herr Georg Vogt, welcher aus Sierndorf an der March stammte, heiratete 1920 die Tochter des vorhergehenden Hufschmiedes Raimund Schmidt (Barbara Katharina). Besitzer: Franz und Catharina Kargl mit einem Sohn, 2 Zwillingspaaren und Drillingen (bis 1739), dann die Witwe alleine (1739-1741), Catharina infolge Wiederverheiratung mit Mathias Hadelt (1741-1743), die Witwe Catharina Hadelt alleine (1743-1749), Andreas Romeder u. Maria (1749-1760), Thomas Pankel u. Catharina (1760-1784), Anton Pankel (1784-1787), dann mit seiner 1. Ehefrau Magdalena (1787-1788), dann mit seiner 2. Ehefrau Regina (1788-1797). 1798-1818 folgte die Witwe Regina mit ihrem neuen Ehemann Leonhard Legl. Es folgten Leonhard Legl jun. im Jahre 1819 und ab 1830/1831 mit seiner Ehefrau Barbara Elisabeth. Seit 1834 war die die Hufschmiede im Besitz der Familie Vinzenz Schmidt.

14. Franz Radler (1818-1819):

Franz Radler wurde als Sohn von Leopold Radler und seiner Ehefrau Klara geb. Brachmann geboren. Er stammte aus dem Elternhaus Sollenau Nr. 24 (ab 1815: Nr. 25, heute Wiener Neustädter Straße 2). Am 29.01.1805 verehelichte sich Franz Radler mit Anna Kellendorfer. Das Paar hatte 1 Kind (Johann). Im Urkundenbuch der Herrschaft Schönau 1812 ist Franz Radler mit Nennungen aus dem Jahre 1818 und 1819 als Marktrichter genannt. Der „Kirchen- und Armen-Vater und Ortsschul-Aufseher“ verstarb 70-jährig am 14.07.1851 und wurde am neuen Sollenauer Friedhof beigesetzt.

15. Friedrich Seiser (1819-1824):

Friedrich Seiser war der Sohn des Land- bzw. Lohn-Kutschers Friedrich Seiser und seiner Ehefrau Magdalena, geb. Gurtler aus Wiener Neustadt. Im Jahre 1812 erwarb er zum Preis von 25.000 Taler den Gasthof Schwarzer Adler und wurde damit Gastwirt in Sollenau. Am 08.12.1813 heirate er in Baden seine Ehefrau Anna, geb. Täubel (Täubler). Anlässlich der Vermessung der Sollenauer Grundstücke (Franziszeischer Kataster) ist er mit Erstnennung 28.04.1819 als Marktrichter genannt. Weitere Nennungen als Marktrichter stammen von Geburten seiner Kinder (23.04.1820, 31.01.1822 u. 01.02.1824). Seine Ehefrau verstarb früh am 17.04.1839 und wurde am neuen Sollenauer Friedhof beigesetzt. Diese Ehe erbrachte 7 Kinder: Johanna *31.08.1814, Theresia *22.11.1815, Friedrich *08.01.1818, Johann *23.04.1820, Magdalena *31.01.1822, Joseph I *01.02.1824 und Joseph II *20.02.1830. Er wiederverheiratete sich am 22.09.1841 in Aspang mit der jungen Theresia Wedel. Theresia gebar 2 weitere Kinder: Heinrich *30.07.1842 und Anton *22.04.1845. Friedrich Seiser verstarb am 07.07.1847 und wurde am neuen Sollenauer Friedhof begraben.

16. Paul Schweidl (1826-1830):

Paul Schweidl wurde am 24.11.1794 in Sollenau als Sohn des Mathias Schweidl und der Cäcilia, geb. Koisser geboren. Er entstammte der noch heute blühenden Familie, welche ursprünglich aus Mödling stammte. Bindermeister Christian Schweidl, geb. am 08.11.1730 in Mödling, ließ sich in Brunn am Steinfelde nieder und heiratete am 20.11.1764 seine Ehefrau Cäcilia, geborene Romeder aus Sollenau. Die beiden ersten Söhne (Mathias und Johann) wurden noch in Brunn geboren. Gemäß dem Grundbuch der Herrschaft Schönau zogen diese um 1770 nach Sollenau und bewohnten ab 1770 das Stammhaus der Familie Schweidl, Haus Nr. 21 (ab 1815: Nr. 22), Wiener Neustädter Straße 8, wo die beiden anderen Söhne Jacob und Martin das Licht der Welt erblickten. Paul übernahm das Großeltern- und Eltern-Haus im Jahre 1814. Am 29.04.1815 heiratete er Anna Schagl, aus der Sollenauer Schagl-Familie (Sollenau Nr. 48, ab 1815/1820: Sollenau Nr. 50, ab 1829: Sollenau Nr. 51), Hauptplatz 3. Das Paar hatte 10 Kinder: Leopold *10.04.1816, Franz *31.07.1818, Rosalia: 27.12.1820, Theresia *07.10.1822, Anna *25.06.1825, Maria I *17.12.1826, Amalia *29.05.1828, Paul *11.02.1830, Maria II *24.12.1831 und Theresia *29.03.1836. Die 1. Nennung als Marktrichter erfolgt bei einer Trauung am 01.11.1826. Weitere Nennungen erfolgen ua. bei der Geburt von Tochter Amalia (29.05.1828) und Sohn Paul (11.02.1830). Paul Schweidl übernahm als Pächter das Gemeindegasthaus in Theresienfeld Nr. 16. Dort ist er auch 52-jährig am 09.02.1847 an Typhus verstorben und am neuen Theresienfelder Friedhof beigesetzt worden.

Abbildung 5: Das Haus des Marktrichters Paul Schweidl, zugl. die „Wiege“ der Familie Schweidl, Sollenau Nr. 21 (ab 1815: Sollenau Nr. 22), heute Wiener Neustädter Str. 8. Besitzer: 1752-1770: Elias Preiner u. Anna Maria, 1770-1786: Bindermeister Christian Schweidl u. Cäcilia, 1786-1815: Mathias Schweidl u. Cäcilia, 1815-1847: Paul Schweidl u. Maria Anna, 1847-1849: Maria Anna als Witwe allein, 1849-1854: Paul Schweidl jun. Das Haus wurde von Paul Schweidl jun. 1854 an die Familie Nebl verkauft.

17. Mathias Leitner (1830-1834):

Mathias Leitner wurde am 20.09.1791 in Ober-Eggendorf als Sohn von Anton Leitner und der aus Sollenau stammenden Juliana Lang, Tochter von Simon Lang und Maria Magdalena, geboren. Nachdem die Nachfolge am verwandten Hof in Sollenau (Sollenau Nr. 19, heute Billa, Wr. Neustädter Str. 7), nicht mehr gewährleistet war, übernahm der aus der Lang- Verwandtschaft stammende Mathias Leitner 18-jährig im Jahre 1809 das Halblehen in Sollenau. Er heiratete am 07.07.1812 in Sollenau Theresia Oswald. Das Paar hatte insgesamt 9 Kinder: Franz *19.05.1813, Andreas *28.11.1814, Anna Maria *04.04.1818, Josepha *15.12.1819, Mathias *24.08.1822, Theresia *31.07.1825, Johann *31.05.1829, Anna *04.06.1830 und Katharina *10.04.1833. Seine Erstnennung als Marktrichter datiert von der Taufe seiner Tochter Anna (04.06.1830), gefolgt von Trauungen in Sollenau (03.07.1831, 06.11.1832). In weiterer Folge wurde er auch bei der Taufe seiner Tochter Katharina (10.04.1833), sowie der Trauung seines Sohnes Andreas (10.02.1834) als Marktrichter genannt. Mathias Leitner ist am 26.02.1866 verstorben und wurde am neuen Sollenauer Friedhof beigesetzt.

18. Franz Birkner (1836-1840):

Franz Birkner wurde am 01.01.1799 in Sollenau als Sohn von Franz Birkner und seiner Ehefrau Klara, geb. Haiden geboren. Seine Eltern hatten in diesem Jahr das Haus Sollenau Nr. 34, ab 1815: Sollenau Nr. 35, heute Bahngasse 11 erworben. Am 24.06.1822 heiratete er Susanna Oswald, Tochter von Johann Oswald und Maria Anna, geb. Prucker. Die Ehe erbrachte 8 Kinder: Rosalia *25.11.1821, Johann *23.09.1824, Magdalena I *01.01.1827, Franz *21.02.1828, Leopold *18.08.1830, Anna *28.05.1833, Magdalena II *12.07.1836 und Andreas *23.10.1840. 11

Seine Erstnennung erfolgte beim Tod seiner Tochter Magdalena (04.10.1836). Seine weiteren Nennungen als Marktrichter datieren jeweils aus Trauungen in Sollenau (02.07.1837, 25.08.1839 u. 18.02.1840). E ist bereits 46-jährig am 16.08.1845 verstorben und wurde am neuen Sollenauer Friedhof beigesetzt.

19. Johann Radler (1840-1841):

Johann Radler wurde am 25.06.1806 in Sollenau als Sohn von Franz Radler und seiner Ehefrau Anna geb. Kellendorfer geboren. Sein Elternhaus war das Halb-Lehnerhaus Sollenau Nr. 24 (ab 1815: Nr. 25, heute Wiener Neustädter Straße 2). Am 09.02.1830 verehelichte sich Johann Radler mit der aus Sollenau Nr. 16 (heute Hauptplatz 14) stammenden Franziska Kittinger. Das Paar hatte 16 Kinder: Franziska *08.03.1831, Ignatz *13.04.1832, Anna I *25.07.1833, Anna II *12.12.1834, Josefa *04.01.1836, Johann I *10.01.1837, Josef *26.01.1838, Theresia *07.04.1839, Johann II *08.06.1840, Maria *28.11.1841, Franz *18.11.1842, Rosina *20.07.1844, Katharina *09.11.1845, Ferdinand *30.05.1847, Aloisia *08.08.1848 und Leopold *24.03.1850. Seine Ersterwähnung als Marktrichter erfolgte bei der Taufe seines Sohnes Johann II (08.06.1840). Weitere Nennungen erfolgten beim Ableben seiner Kinder Theresia (06.09.1840) und Johann II (03.01.1841). Als im Jahre 1850 das Amt des Bürgermeisters als Ersatz für den Marktrichter geschaffen wurde, bekleidete Johann Radler jahrelang das Amt des 1. Gemeinderates der Marktgemeinde Sollenau. Johann Radler ist 57-jährig am 25.07.1863 an Tuberkulose verstorben und am neuen Sollenauer Friedhof beigesetzt worden.

20. Franz Nebl (1844-1848):

Franz Nebl wurde am 31.03.1804 in Sollenau als Sohn von Andre Nöbel aus Matzendorf Nr. 32 (heute Höllesweg 3) und seiner Sollenauer Ehefrau Cäcilia, geb. Haider geboren. Die Familie übernahm 1796 das Urhaus der Familie Nebl, Sollenau Nr. 42 (ab 1815/1820: Sollenau Nr. 44), heute: Bahngasse 8. Am 08.06.1830 heiratete er in Sollenau Anna Reichhart von Sollenau Nr. 52, heute Wiener Straße 5. Das Paar hatte 3 Kinder: Johann *12.05.1831, Anna *21.01.1833 und Joseph *17.12.1834. Seine Nennungen als Marktrichter datieren lt. Dr. Goll (Geschichte Sollenau, 1908) aus dem Jahre 1844 und 1848. Bei der erstmaligen Wahl eines Bürgermeisters am 29.07.1850 wurde er zudem einstimmig zum 1. Bürgermeister der Marktgemeinde Sollenau (1850-1858) gewählt. Franz Nebl ist am 05.11.1858 verstorben und am neuen Sollenauer Friedhof beigesetzt worden.

21. Georg Oswald (1850):

Letzter Marktrichter der Marktgemeinde Sollenau im Jahre 1850 war lt. Dr. Goll (Geschichte Sollenau, 1908) Georg Oswald. Dieser war gem. Chronik der Pfarre Sollenau mit Nennung aus dem Jahre 1848 bereits Gerichtsgeschworener unter Marktrichter Franz Nebl. Georg Oswald wurde am 26.04.1806 in Teesdorf als lediger Sohn der Franziska Oswald, Tochter von Johann Oswald und Theresia geboren. Die ledige Mutter heiratete später Herrn Thomas Kitzelmüller, mit welchem sie im Jahre 1814 das Haus Sollenau Nr. 41 (ab 1815/1821: Nr. 43), heute Bahngasse 10 erwarb. Georg heiratete am 05.03.1832 seine Stiefschwester Maria Magdalena Kitzelmüller. Gem. Grundbuch der Herrschaft Schönau (fol. 388) errichteten die Ehegatten das Haus Sollenau Nr. 77 im Jahre 1833, welches später als Gasthaus „Zur Südbahn“ Bekanntheit erlangte und wofür sie lt. Gewährbuch 1836 auch Gewähr erhielten, veräußerten es jedoch

kurz darauf im Jahre 1838. Bis vor kurzem wurde dieses Gasthaus betrieben, wobei die Besitzverhältnisse aus der 1929 erfolgten Trauung des aus der Steiermark stammenden Rudolf Stindl mit der Gastwirtstochter Helena Koisser resultierten. Georg und Maria Magdalena übernahmen 1841 das Bauernhaus der Familie Kitzelmüller (Nr. 43, Bahngasse 10). Seine Ehegattin, mit welcher er kinderlos blieb, verstarb am 29.06.1861. In 2. Ehe wiederverheiratete sich Georg Oswald 56-jährig am 03.03.1862 in Steinabrückl mit Theresia Buchleitner. Mit Theresia kam Georg noch zu Vaterfreuden und erfreute sich 4 Kinder: Theresia *07.05.1863, Johann *13.08.1864, Josefa Katharina *26.03.1866 und Katharina *03.01.1868. Der letzte Marktrichter, Georg Oswald, verstarb am 14.10.1895 und wurde am neuen Sollenauer Friedhof beigesetzt.