
Christbaum am Hauptplatz
Nach Ende des II. Weltkriegs wurde auch in Sollenau ein Denkmal für die Rote Armee errichtet, welches an die heldenmutigen Kämpfe der russischen Soldaten erinnern sollte. Es stand im Park vor dem Gemeindeamt, war ein aus Beton gefertigter 2 stufiger und rund 80 cm hoher Quader, der als Abschluss eine rund 40 cm hohe pyramidenähnliche Spitze aufwies. Aus ihr ragte ein etwa gleich hoher roter plastischer Stern. Umgeben war das Monument von einem rund 4 mal 4 Meter messenden Betonsockel.
Es war einerseits ein Mahnmal an den Krieg und andererseits Grabstelle für gefallene Rotarmisten, die aber in weiterer Folge exhumiert und nach Wr. Neustadt überführt wurden.
Nach Abzug der Russen als Besatzungsmacht wurde auch bald der Stern abgenommen, da die Erinnerungen der Sollenauer an die Besatzungssoldaten nicht gerade gute waren.
Die Gemeinde entschloss sich dann zu Beginn der 60iger Jahre den Unterbau als Halterung für einen Weihnachtsbaum mit elektrischer Kerzenbeleuchtung zu nutzen um Weihnachtsstimmung der Bevölkerung zu vermitteln. Das abgebildete Foto stammte aus dem Jahr 1967 und wurde von Raimund Fischer aufgenommen.

